1.Regionalveranstaltung Wirtschaft 4.0 bestätigte den hohen Informationsbedarf der Betriebe in Niederösterreich

 Bei der ersten Regionalveranstaltung zu Wirtschaft 4.0 in NÖ unter dem Titel

„Datenmanagement & Lernen aus Daten“ beim erfolgreichen Industrie 4.0-Start-up LineMetrics in Haag wurden die Chancen der Digitalisierung für Unternehmen ausführlich beleuchtet. Wirtschaftskammer NÖ-Präsidentin KommR Sonja Zwazl gab dabei den Startschuss für die gemeinsame Initiative „Wirtschaft 4.0“. Hochkarätige Vortragende aus Praxis und Wissenschaft gaben Einblicke, wie man den Datenschatz im Unternehmen hebt und damit erfolgreich ist. „Wirtschaft 4.0 bringt Chancen für die NÖ Unternehmen. Mit den gemeinsamen Regionalveranstaltungen wollen wir diese aufzeigen“, so WKNÖ-Präsidentin KommR Sonja Zwazl, Wirtschaftslandesrätin Dr.in Petra Bohuslav und Thomas Salzer, Präsident der IV Niederösterreich zur gemeinsamen Initiative.

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(v.l.): CEO LineMetrics Reinhard Nowak, Gerti Süss von der Industriellenvereinigung NÖ, Wirtschaftskammer Niederösterreich Präsidentin Sonja Zwazl, Kerstin Koren vom Amt der NÖ Landesregierung und CCO LineMetrics Wolfgang Hafenscher.

Die erste gemeinsame Regionalveranstaltung, die von Industriellenvereinigung NÖ, Land NÖ und der Wirtschaftskammer NÖ unter dem Motto „Wirtschaft 4.0“ initiiert wurde, bot in Haag ein umfassendes Programm. „Mit diesen regionalen Veranstaltungen möchten wir unseren Unternehmen die Chancen und Herausforderungen durch Wirtschaft 4.0 näher bringen. Schließlich können durch die Digitalisierung alle Unternehmen aus allen Branchen profitieren, da sie neue Geschäftsmodelle, Perspektiven und vor allem auch Erfolge ermöglicht. Diese Informationsveranstaltungen sind ein erster Schritt, die Vernetzung auf regionaler Ebene zu verbessern“, erklärte WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl beim Start der regionalen Veranstaltungsreihe zu Wirtschaft 4.0 in Haag.

Neben der Präsentation der Studie „Industrie 4.0 in NÖ“ sprachen regionale Betriebsvertreter wie Reinhard Nowak (LineMetrics) über ihre Erfolge mit digitalen Services, Runtastic-Mitbegründer Alfred Luger über  die erfolgreiche Lauf-App und dem Handling von Daten sowie Robert Ginthör vom Know-Center der TU Graz mit dem „Data-driven Business“ über den Mehrwert, der aus den eigenen sowie den Daten anderer gezogen werden kann. Vorstellungen von Best-Practice-Beispielen aus allen Branchen rundeten die Kurzvorträge ab.

Zudem wurde das Fördermodell der Technologie- und Innovationspartner (TIP) — dem gemeinsamen Innovationsservice des Landes und der Wirtschaftskammer Niederösterreich —  zur Digitalisierung präsentiert. Die TIP geben umfassende Informationen und Beratung und ermöglichen den Unternehmen geförderte Fachberatungen zum Thema.

Die WKNÖ setzt neben dem umfangreichen Aus- und Weiterbildungsangebot am WIFI NÖ in allen ihrer sieben Sparten Initiativen zum Thema Digitalisierung. So wird beispielsweise in der Sparte Industrie gemeinsam mit dem WIFI ein Spezialausbildungsprogramm für Industrieausbildner entwickelt und österreichweit ein Team-Wettbewerb für Industrielehrlinge gestartet, damit sie zeigen können, wie fit sie für Industrie 4.0 sind. Bei der Sparte Information & Consulting werden die IT-Unternehmen und Unternehmensberater fit für die Digitalisierung gemacht. Die WKNÖ-Präsidentin Zwazl konkretisiert: „Als verlässlicher Partner aller Unternehmen unserer sieben Sparten setzt die Wirtschaftskammer NÖ auf die persönliche Beratung, um die Betriebe bestmöglich am Digitalisierungsweg zu begleiten.“

„Wirtschaft 4.0 in Niederösterreich – Gemeinsam Chancen nutzen“

Über die Initiative Wirtschaft 4.0:

Die Initiative Wirtschaft 4.0 erfolgt aus einem Zusammenwirken von Land Niederösterreich, Industriellenvereinigung Niederösterreich sowie der Wirtschaftskammer Niederösterreich. Aus der gemeinsam in Auftrag gegebenen Studie „Einfluss- und Erfolgsfaktoren von Industrie 4.0 für den Standort NÖ“ haben sich vier Schwerpunktthemenfelder abgeleitet, die den Fokus auf Information & Vernetzung, Bildung, Forschung und Standortrahmenbedingungen legen. Dafür wurden auch konkrete Handlungslinien und Maßnahmenvorschläge zur Unterstützung der Betriebe formuliert.

Die erste der insgesamt fünf Regionalveranstaltungen gilt als konkrete Unterstützungsmaßnahme im Bereich „Information & Vernetzung“ und soll Unternehmen zur Entwicklung individueller Strategien motivieren.

Alle weiteren Regionalveranstaltungen finden im Jahr 2017 in allen Hauptregionen seine Fortsetzung und beschäftigen sich mit den Themen:

  • Aus- und Weiterbildung & „Wie verändern sich Arbeitsformen?“
  • Chancen & Risiken der Cloud
  • Additive Fertigung, insbesondere die Auswirkungen auf den Werkzeugbau
  • Chancen der Vernetzung

Alle Termine und mehr Informationen zu den Regionalveranstaltungen und zur Initiative sind unter www.wirtschaft40.at abrufbar.

Fotocredit: Kraus/WKNÖ